In der Nähe des Dorfes Sleen haben wir den Solarpark Haarstdiek auf einer Fläche von 11 Hektar errichtet. Neben der Erzeugung von Solarenergie wurde der Park mit einer kleinen Obstplantage für die Nachbarschaft kombiniert. Bei der Gestaltung wurde besonderer Wert auf die ästhetische Einbindung in die Umgebung gelegt. So wurde zwischen dem Dorf und den Solarmodulen ein zwei Meter hoher, begrünter Wall errichtet. Das Trafohaus am Rand des Parks wurde optisch ansprechend als Holzschuppen verkleidet.
Solarpark Haarstdiek
Die Niederlande
Auswirkungen
Erneuerbare Energie
Der Solarpark Haarstdiek verfügt über eine Kapazität von 11 MWp und erzeugt jährlich rund 11.000 MWh Strom. Damit können fast 4.000 Haushalte mit sauberer Energie versorgt werden.
Nachhaltige Landwirtschaft
Ursprünglich war das 11 Hektar große Grundstück für eine Bebauung vorgesehen, was jedoch nicht umgesetzt wurde. In 25 Jahren, nach dem Rückbau des Solarparks, ist weiterhin eine Bebauung des Geländes geplant. Bis dahin wird das Land nachhaltig genutzt: Ein lokaler Landwirt lässt seine Schafe auf der kräuterreichen Wiese unter und zwischen den Solarmodulen weiden.
Biodiversität
Die Obstbäume im Park bestehen aus alten Apfel-, Birnen- und Pflaumensorten. Ergänzt wurde die Pflanzung durch niedriges Gebüsch, das Lebensraum für Rebhühner und Fasane bietet. Die umliegenden Wiesenflächen wurden mit einer blühenden Rebhuhn Mischung eingesät, um die Artenvielfalt weiter zu fördern.
Einbindung der lokalen Gemeinschaft
In den Solarpark Haarstdiek investierten 226 Einwohner insgesamt 254.000 Euro. Die Darlehen wurden vorrangig an Anwohner vergeben, die eine jährliche Verzinsung aus den Einnahmen des Solarparks erhalten.
Einbindung der lokalen Gemeinschaft
An der Ostseite des Solarparks wurde in enger Abstimmung mit den Anwohnern ein Erdwall errichtet, um den Blick auf den Solarpark von Sleen aus zu verdecken. Der etwa zwei Meter hohe Wall wird nach und nach begrünt. Obwohl die ersten Sommer, in denen der Wall begrünt werden sollte, von Trockenheit geprägt waren, zeigt sich mittlerweile ein zunehmend dichter Bewuchs.
